Haartransplantation

Methoden für Haartransplantation

Haartransplantation
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Eine Haartransplantation ist besonders für Menschen interessant, die unter Haarausfall leiden und keinerlei Anwendung mehr dagegen hilft. Je nach Ursache kann eine Transplantation in einer Fachklinik vorgenommen werden. Dort finden Techniken und Methoden ihre individuelle Anwendung.

Die Eigenhaarverpflanzung als optimale Methode

Eine optimale Lösung stellt sich für den Patienten dar, wenn verpflanzte Haar wieder ihren eigenständige Wuchs aufnehmen. Bei der betroffenen und behandelten Stelle wächst dann wieder volles Haar, ein Traum für jeden Leidenden. Wird die Methode der Eigenhaarverpflanzung angewendet sieht man nach der Behandlung keinen Unterschied mehr. Bei der Eigenhaarverpflanzung werden von einer dicht bewachsenen Haarstelle am Kopf Haare entnommen und an der entsprechenden Stelle eingepflanzt. Diese Methode funktioniert auch für Augenbrauen, Schamhaare oder Barthaare.

Mini-Methode bzw. Micrograft-Methode

In Form von Streifen werden winzig kleine Hautstellen (in diesem Zusammenhang auch als Hautinseln bezeichnet) zusammen mit den Haarwurzeln entnommen. Danach erfolgt eine Segmentierung des Streifens in kleine und mittelgroße Segmente. Diese Methode erzielt ein weit besseres und natürlicher aussehendes Ergebnis als frühere Methoden. Sieht man ein paar Jahrzehnte zurück, hat man diese Anwendung im medizinischen Fachbereich als echtes Novum angepriesen. Heute ist diese Methode eine der meist angewendeten und zugleich modernste Art, Eigenhaar zu transplantieren. Jedoch steckt in diese Technik auch ein enormer Zeitaufwand und damit ist die Sache nicht ganz billig für den Patienten. Die Krankenkassen beteiligen überwiegend nicht an den Kosten, da dieser Eingriff als Ästhetischer Eingriff gesehen wird.

Die FUE-Haartransplantation

Die FUE-Methode wurde in den 1990er Jahren entwickelt. Die Abkürzung FUE steht im Englischen für „follicular unit extraction“. Follicular Unit bedeutet in diesem Zusammenhang Haarwurzelgruppe. Diese kann aus 1 bis 3 Haaren bestehen. Nach der Extraktion der Haarwurzelgruppe bereitet ein medizinisch geschultes Fachpersonal zusammen mit dem Arzt diese auf. Die Empfangskanäle werden gesetzt und das Ergebnis ist kaum noch vom ursprünglichen Haarwuchs zu unterscheiden. Mit der FUE-Methode kann insbesondere Menschen mit Brandverletzungen geholfen werden.

Örtliche Betäubung bei der OP

Die FUE-Methode wird unter lokaler Anästhesie vorgenommen. Die kleinen Hautinseln werden vielfach entnommen, die entstehende wunde Fläche wird zugenäht. Die Heilung verläuft schnell und innerhalb weniger Tagen sind die Haare festverwurzelt und die Hautpartie wird optimal durchblutet. Damit steht dem Ergebnis, ein natürlich aussehender Haarwuchs, nichts mehr entgegen.

 

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